Unser Bild vom Kind

„Unsere Kinder sind unsere wichtigsten Gäste, die zu uns ins Haus kommen, sorgsame Zuwendung erfahren, eine Zeitlang verweilen und dann aufbrechen, um ihre eigenen Wege zu gehen.“ (Zitat der Einrichtungsleitung)
Das Bild vom Kind hat sich in unsren Augen in den letzten Jahren stark gewandelt. Das Kind ist viel selbständiger und emanzipierter geworden.
Das Streben nach Autonomie, danach sich selbst und seinen eigenen Weg zu finden bilden unter Berücksichtigung der Selbstbildungsprozesse die Basis der gesamten pädagogischen Arbeit.
Die Organisation ihres Alltags stellt für Kinder eine große Herausforderung dar. Wir sehen unsere Aufgabe darin, dem Kind zu helfen zu sich selbst aber auch zu seiner Rolle innerhalb der Gruppe zu finden.
Die Entwicklung ihres Sozialverhaltens in der Gruppe setzen wir in Bezug zu den Bedürfnissen der Kinder, ihrer Individualität und ihrer Persönlichkeit unter Berücksichtigung ihrer Lebenswelt.
Aus diesem Grund ist ein wichtiges Element der Erziehung die Partizipation der Kinder.
Ihrer Entwicklung entsprechen werden die Kinder in Entscheidungsprozesse miteinbezogen. Sie tun etwas miteinander, sie reden miteinander – all dies verbindet und macht stark.

Partizipation

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Partizipation.

Hier lernen die Kinder sich im Alltag zu beteiligen. Sie wirken bei Entscheidungsprozessen mit und lernen Verantwortung zu übernehmen.

Sie lernen durch die Partizipation demokratisch zu handeln, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten, Absprachen einzuhalten und Ideen, Wünsche und Beschwerden auszudrücken.

Situationsorientierter Ansatz und teiloffene Arbeit

In unsere pädagogische Arbeit fließen Komponenten des situationsorientierten Ansatz und der teiloffenen Arbeit ein.

Der situationsorientierte Ansatz ist eine Haltung unter Berücksichtigung von:

•Wertschätzung der Kinder
•Nichtausgrenzen von aktuellen Situationen
•Bedeutung jedes einzelnen Tages
•Wertorientierung des Trägers

Die Hauptziele sind:

•Autonomie (Förderung des Kindes zum selbständigen Handeln, damit sie ihre Stärken und Fähigkeiten kennen und einschätzen lernen)
•Solidarität (beim Zusammenleben in der Gemeinschaft mit anderen Kindern und Erwachsenen erfahren die Kinder vom christlichen Menschenbild und entwickeln so Solidarität)
•Kompetenz (durch unsere pädagogischen Angebote und durch die Wertschätzung der Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes, wollen wir es befähigen, in verschiedenen Alltagssituationen kompetent zu handeln)

Wir arbeiten nach dem teiloffenen Konzept. Das bedeutet, dass jedes Kind einer Stammgruppe zugeordnet ist.

Die teiloffene Arbeit verwirklicht sich in vielen Bereichen des Alltags im Kindergarten. Die Kinder haben nach Absprache in ihren Stammgruppen die Möglichkeit, sich in allen Spielbereichen unserer Einrichtung aufzuhalten (Rollenspielraum, Atelier, Konstruktionsraum, Forscherecke, Turnhalle).

Die Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten werden dadurch erweitert. Für die Älteren ist dies mit dem Erwerb von einem hohen Maß an Eigenverantwortung und Sozialkompetenz verbunden. Die jüngeren Kinder eifern ihnen nach und trauen sich mehr zu.

Bildungsbereiche

Sprachliche Bildung und Förderung
Unsere Ziele sind:
•wir schaffen Situationen und Gelegenheiten, damit das Kind seinen individuellen Wortschatz erweitern kann
•wir vermitteln Freude an der Sprache und am Dialog

Mathematische Bildung und Förderung
Wichtig ist uns:
•Kinder müssen unterschiedliche Raumerfahrungen machen
•Kinder sortieren, ordnen und vergleichen
•mit allen Sinnen werden Menge, Größe, Form, Länge, Zahlen und Farben begriffen

Naturwissenschaftliche und technische Bildung
Hier haben wir folgende Ziele:
•die Kinder beobachten und beschreiben Vorgänge in der Natur und in ihrer Umwelt
•wir experimentieren (Haus der kleinen Forscher). So erleben und erfahren Kinder naturwissenschaftliche Vorgänge
•wir bringen den Kindern alltägliche Dinge des Lebens näher

Umweltbildung und –erziehung
Unsere Ziele:
•die Kinder erleben die Umwelt emotional
•die Kinder erleben Freude, Staunen und eigene Entspannung in der Natur
•wir vermitteln den Kindern einen wertschätzenden Umgang mit der Natur und der Umwelt (Umweltschutz)
•die Kinder entwickeln aus ihren Beobachtungen Fragen und lassen sich diese beantworten oder versuchen selbständig, eine Antwort zu finden

Musikalische Bildung und Erziehung
Wichtig ist uns:
•die Kinder lernen ihren Körper als Instrument kennen
•die Kinder bekommen Freude an der Musik
•die Kinder erfahren mit einfachen Instrumenten oder Alltagsgegenständen Klänge
•die Kinder entwickeln ein rhythmisches Gefühl

Bewegungserziehung
Dies ist uns wichtig:
•die Kinder können ihren Bewegungsdrang ausleben
•die Kinder nehmen ihren Körper wahr
•die Kinder lernen ihre körperlichen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen
•die Kinder verbessern ihre motorischen FähigkeitenI

Ethische- und religiöse Bildung
Unsere Ziele:
•die Vermittlung der Grundlagen des christlichen Glaubens
•die Kinder achten und tolerieren Menschen mit anderen Kulturen und Religionen
•die Kinder achten und wertschätzen jedes Individuum

Ästhetische, bildnerische, kulturelle Bildung und Erziehung
Dies ist uns wichtig:
•die Kinder entdecken Neugierde, Lust und Freude am schöpferischen Tun
•die Kinder gestalten mit unterschiedlichsten Materialien und lernen unterschiedlichste Techniken kennen
•die daraus entstehenden Arbeiten werden wertgeschätzt und entsprechend präsentiert

Gesundheitserziehung
Unsere Ziele sind:
•ein gesundes Frühstück in Kooperation mit den Eltern anbieten
•die Kinder lernen teilweise ihre eigene Körperpflege zu verrichten
•wir stärken die Körperwahrnehmung der Kinder
•das Immunsystem wird gestärkt

Medienbildung
Hier ist uns wichtig:
•die Kinder lernen Bücher als eine wichtige Informationsquelle kennen
•die Kinder lernen den Umgang mit dem CD-Player kennen
•die Kinder lernen das Internet als Informationsquelle kennen
•die Kinder lernen den Fotoapparat kennen

Resilienz (Widerstandsfähigkeit)
Die Resilienz ist die Grundlage für die positive Entwicklung des Kindes. Sie ist ebenso der Grundstein, damit das Kind mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Belastungen kompetent umgehen kann.

Beispiele aus der Praxis für die Umsetzung der Bildungsbereiche

wir basteln
bei jedem Wetter draussen
wir experimentieren
wir malen großflächig
religiöse Erziehung
religiöse Erziehung
wir forschen
situationsorientierter Ansatz
Theater spielen
spielen und erkunden
die Natur erforschen
Verkleiden für ein Rollenspiel
Religionspädagogik
religionspädagogische Themen altersentsprechend
wir spielen Geschichten aus der Bibel nach
Forschen auf dem Außengelände
mathematische Bildung
soziales Miteinander
Bewegung selbst initiiert
 

Elternarbeit


Es ist uns wichtig, dass sich sowohl die Kinder als auch die Eltern bei uns wohl fühlen.
Die Elternarbeit beginnt bereits bei dem Informationsgespräch zur Anmeldung.

Elternarbeit ist ein unverzichtbares Element der pädagogischen Praxis.
Elternhaus und Kindergarten tragen gemeinsam die Verantwortung für die Erziehung der Kinder. Erfolgreich kann unsere pädagogische Arbeit nur dann gelingen, wenn ein vertrauensvoller Austausch zwischen unserem Kindergarten und den Erziehungsberechtigten, stattfindet.

Die Erziehungsberechtigten können auf unsere Unterstützung zählen, um den Alltag in der Familie gestalten zu können. In der familienunterstützenden Kindergartenarbeit werden die Kompetenzen der ErzieherInnen sowie die Kompetenzen der Eltern in die pädagogische Arbeit mit einbezogen. Dies ist die Grundlage für die Erziehungspartnerschaft. So findet eine konstruktive und optimale Koordination der beiden Lebenswelten statt.

Ein regelmäßiger intensiver Informationsaustausch über die Kinder und unsere pädagogische Arbeit (wir möchten das was wir tun transparent machen und sind bereit unser Tun vor Eltern angemessen zu vertreten) soll das gegenseitige Vertrauen stärken und unsere Arbeit transparent machen.

Hier ein Überblick über die verschiedenen Formen der Elternarbeit:

Angebote für den Einzelnen:
•Anmeldegespräch
•Aufnahmegespräch: vor Eintritt in den Kindergarten, um wichtige Dinge über das Kind zu erfahren (Grundlage bildet der Fragebogen, der mit den Eltern ausgefüllt wird )

•Elternhospitation: die Erziehungsberechtigten haben die Möglichkeit einen Vormittag in der Einrichtung mitzuerleben und das Verhalten des eigenen Kindes zu beobachten

•Entwicklungsgespräche (Bildungsdokumentation): regelmäßiger (mindestens 1 mal jährlich) Informationsaustausch über die Entwicklung des Kindes

•jährlicher Fragebogen: um die Situation der Eltern und ihre Zufriedenheit abzufragen.

•Mitarbeit im Elternbeirat: aktive Mitarbeit und Planung bei verschiedenen Aktionen und die Interessen der Elternschaft gegenüber dem Träger und der Leitung vertreten

•Kontaktgespräche: kurzer Informationsaustausch (Tür- und Angelgespräche)

•Einzelgespräche: finden durch uns angeregt oder auf Wunsch der Eltern statt

•Entwicklungsgespräche spätestens 6 Monate nach der Aufnahme des Kindes

•Beschwerdemöglichkeiten durch die Gesprächsbereitschaft der Fachkräfte und durch einen Beschwerdebriefkasten im Flur der Einrichtung (dort können auch anonym Beschwerden vorgebracht werden).

Angebote an Alle:

•Aushänge an der Pinnwand oder im Flurbereich (in schriftlicher Form oder durch Fotos), Protokoll des Kinderparlaments (täglich)

•regelmäßige Infozettel (alle drei Monate): Weitergabe von Terminen

•Elterntreff (einmal monatlich an monatlich wechselnden Nachmittagen)

•Elternabende für die gesamte Einrichtung: zu thematischen Schwerpunkten

•Eltern-Kind-Nachmittage auf Gruppenebene: Vertiefung der Kontakte

•Mithilfe Einbeziehung in die Planung und Durchführung von Aktionen
Viele Projekte für die Kinder wären ohne die aktive Mithilfe der Eltern nicht möglich.

Elternarbeit "praktisch"